PraxisParcour (Fortsetzung)
Mädchen und Jungen der Klassenstufe 8 bis 10 der Hermann-Gmeiner-Schule und der Klassenstufe 9 der Alfred-Delp-Realschule nahmen an diesem Projekt teil. Innerhalb von jeweils drei Schulstunden durchliefen zunächst die Jungen, später die Mädchen einen Praxis Parcour, bei dem sie sich vielfältigen Herausforderungen zu stellen hatten. Die Sport- und Kulturhalle wurde umgebaut und an 20 Stationen galt es die verschiedensten Aufgaben zu bewältigen. Anhand dieser Aufgaben können die Mädchen und auch die Jungen erkennen, ob sie für einen technischen Beruf begabt sind und Lust dazu haben, diesen zu erlernen.
Um beispielsweise die Fähigkeiten für den Bereich Feinmechaniker zu testen, mussten aus einen ca. 33 cm langen Draht mit einer Zange eine Blume mit zehn Zacken gebogen werden. An einer Station waren möglichst viele Geschirrtücher in eine Plastikbox zu verpacken, an einer anderen waren Banküberweisungen auszufüllen. Begleitet wurde der Parcour verantwortlich von Michaela Epple von der Evangelischen Gesellschaft. Auch die Lehrerinnen und Lehrer der Schule waren mit im Boot und betreuten die Jugendlichen bei den einzelnen Stationen. Das Projekt stieß auf positive Resonanz nicht nur bei den Schülerinnen, die mit viel Konzentration und Engagement an die Aufgaben herangingen, sondern auch bei den Eltern, die in einem vorbereiteten Elternabend über die Möglichkeiten des Praxis Parcours informiert wurden.
Durch den Parcour wird eine weitere Weichenstellung für den in Kürze einzuschlagenden Berufsweg gelegt. Speziell für 20 Mädchen, die beim Parcour ein besonderes Interesse für technische Berufe gezeigt haben oder speziell dafür begabt sind, wird ein zweiter Baustein angeboten: Ein Behauptungs- und Bewerbungstraining. Bei diesem Training werden die Mädchen vorbereitet, spezifische Situationen in männerdominierten Berufen selbstbewusst und souverän zu bestehen. Die Mädchen beschäftigen sich hier mit Berufen, die sie noch nicht kennen, um diese in ihre Berufswahl aufnehmen zu können, damit nicht nur sie, sondern auch andere merken: Frauen und Technik – das sind zwei Begriffe, die gut zusammenpassen. (S)


